Reifen & Technik Schneider Inh. Marco Weiß EK

Schultenstr. 89
45739 Oer-Erkenschwick

Additive
Als Additive bezeichnet man chemische Zusatzstoffe in Kraftstoffen, zum Beispiel Schmiermittel.

Allrad
Allradantrieb bedeutet im Gegensatz zu Vorder- oder Hinterradantrieb, dass alle vier Räder angetrieben werden. Dies ist meistens bei Geländewagen oder SUV der Fall. Allradantrieb gibt es in zwei Versionen: Entweder verfügt das Fahrzeug immer (also permanent) über einen solchen Antrieb oder der Fahrer kann ihn nach Bedarf zuschalten.

Antriebswelle und Gelenkwelle
Die Motorkraft im Pkw wird über die Antriebswellen vom Getriebeausgang bis zu den Antriebsrädern übertragen. Bei Fahrzeugen mit vorn eingebautem Motor und Heckantrieb findet sich zwischen dem Getriebe und dem so genannten Achsantrieb die von vorne nach hinten verlaufende Kardanwelle. Sie mündet in einem Ausgleichsgetriebe - dem Differenzial -, von wo aus wiederum die Achs- beziehungsweise Antriebswellen die Kraft auf die Räder übertragen. Kardanwellen und alle Antriebswellen an Fahrzeugen mit Einzelradaufhängung benötigen Gelenke. Damit werden mögliche Bewegungen des Antriebsaggregates oder auch die Bewegungen der Räder beim Ein- und Ausfedern ausgeglichen.

Auspuffkrümmer
Als Auspuffkrümmer wird ein Bauteil bezeichnet, das unmittelbar am Zylinderkopf des Motors befestigt ist. Im Krümmer sammeln sich die Abgase zunächst sammeln. Am Auspuffkrümmer wird die Auspuffanlage mit den Schalldämpfern befestigt, erläutert der TÜV Nord in Hannover. Neben den Krümmern auf der Auspuffseite gibt es auch Ansaug-Krümmer - hier gelangt angesaugte Luft zum Zylinderkopf. Um die Motorcharakteristik zu beeinflussen, werden die Rohre auf der Ansaug- und der Auspuffseite des Motors so abgestimmt, dass ein gewünschter Leistungs- und Drehmomentverlauf erreicht wird. Dazu müssen die Rohrlängen möglichst gleich sein. Dies kann zur Folge haben, dass die Rohre eines Auspuffkrümmers fächerartig zusammen laufen und man von einem Fächerkrümmer spricht.

Automatik
Die Automatik bezeichnet eine mögliche Getriebeart des Autos. Bei der Automatik braucht der Fahrer nicht selbst zu schalten, er betätigt lediglich Gas und Bremse. Der Fahrer kann dabei zwischen mehreren Fahrstufen und natürlich auch dem Rückwärtsgang auswählen.

Bio-Diesel
Biodiesel wird aus pflanzlichen Ölen gewonnen, die auf natürliche Art aus der Energie der Sonne entstehen. Pflanzliche Öle sind nicht mineralischen Ursprungs und unterliegen damit auch nicht der Mineralsteuer. Dadurch ist Biodiesel günstiger als mineralischer Diesel.

CDI
So heißen bei Mercedes die Modelle mit Turbo-Dieseldirekteinspritzung.

CDTI
CDTI heißen bei Opel die Turbodiesel-Direkteinspritzer.

CGI
So nennt Mercedes seine Modelle mit Benzin-Direkteinspritzung.

Chiptuning
Leistungssteigerung durch elektronische Veränderung - das ist Chiptuning. Die entsprechenden Daten der Motorsteuerung sind in der Regel auf einem wieder beschreibbaren Speicher im Motorsteuergerät abgelegt. Mit dem Chiptuning können die meisten der für die Steuerung und Regelung des Motors relevanten Daten geändert werden - das gilt zum Beispiel für den Ladedruck des Turboladers, den Zünd- und Einspritzzeitpunkt oder die Einspritzmenge.

Common Rail
Beim Fachbegriff Common Rail handelt es sich um einen Teil des Einspritzsystems. Common Rail bedeutet zunächst übersetzt "gemeinsame Leitung". Durch die gemeinsame Hochdruck-Einspritzleitung werden alle Zylinder versorgt. Das System wird bei Dieselmotoren mit Direkteinspritzung und bei Ottomotoren mit so genannter Multipoint-Einspritzung eingesetzt, erläutert der TÜV Nord in Hannover. Bei Dieselmotoren sind Einspritzdrücke bis etwa 1600 bar möglich. Während des Einspritzvorgangs wird der Kraftstoff durch die Einspritzdüse ("Injektor") in den Brennraum gepresst. Innerhalb eines Verbrennungstaktes ist es beim Common-Rail-System laut TÜV möglich, mehrere Einspritzungen pro Zylinder zu realisieren. Durch die Voreinspritzung ("Piloteinspritzung") wird das übliche, harte Verbrennungsgeräusch von Diesel-Direkteinspritzern verringert.

CW-Wert
CW-Wert ist der Luftwiderstandsbeiwert. Er bezeichnet die Windschlüpfrigkeit eines jeden Körpers, also auch eines Autos. Je niedriger dieser Wert ist, desto windschlüpfriger ist ein Fahrzeug.

Diesel
Dieselkraftstoff ist ein Gemisch aus verschiedenen Kohlenwasserstoffen, das als Kraftstoff für einen Dieselmotor geeignet ist. Diesel wird aus der Destillation von Rohöl als Mitteldestillat gewonnen. Die Hauptbestandteile eines Dieselkraftstoffes sind unter anderem Alkane, Cycloalkane und aromatische Kohlenwasserstoffe. Dieselmotoren haben einen höheren Wirkungsgrad und einen geringeren Verbrauch als beispielsweise Benziner.

Differential
Das Differential erlaubt einen Drehzahlausgleich zwischen den beiden angetriebenen Rädern einer Achse. Der ist nötig, weil bei Kurvenfahrten das innere Rad einen kürzeren Weg als das äußere Rad zurücklegt und das innere Rad somit weniger Umdrehungen braucht.

Differentialsperre
Üblicherweise verfügen Autos über ein Ausgleichsgetriebe (Differential), das die unter anderem bei Kurvenfahrten nötigen unterschiedlich schnellen Radumdrehungen ermöglichen. Es hat aber den Nachteil, dass auf rutschiger Fahrbahn das Antriebsrad mit der geringeren Reifenhaftung durchdrehen kann und das Fahrzeug nicht vorankommt. Dies lässt sich mit der Differentialsperre unterbinden - das Rad mit der besten Reifenhaftung wird dann zur Kraftübertragung genutzt.

Drehmoment
Drehmoment ist die Kraft, die auf einen Körper ausgeübt wird und als Produkt aus Kraft und Hebelarm definiert wird. Das Drehmoment gibt die Durchzugskraft des Motors an.

Drehzahl
Die Drehzahl gibt die Umdrehung eines Motors pro Minute an. Dabei haben Benziner höhere Drehzahlen als Dieselfahrzeuge.

Drehzahlbegrenzer
Zu hohe Drehzahlen sind gefährlich für den Motor, können bis zu seiner Zerstörung führen. Ein Drehzahlbegrenzer soll das verhindern. Bei modernen Motoren wird die Kraftstoffzufuhr unterbrochen, um ein "Überdrehen" des Motors zu verhindern. Damit wird auch ausgeschlossen, dass unverbrannter Kraftstoff in den Katalysator gelangen kann. Dies verhindert, dass der Kraftstoff sich dort entzündet und der Katalysator als Folge der Nachverbrennung überhitzt und damit zerstört würde. Wegen einer Vereinbarung der Automobilindustrie wird heute bei den meisten schnelleren Autos ab einer Geschwindigkeit von 250 Stundenkilometern die Kraftstoffzufuhr abgeregelt - im weiteren Sinne kann diese Einrichtung ebenfalls als Drehzahlbegrenzer bezeichnet werden.

Drehzahlmesser
Der Drehzahlmesser misst die Anzahl der Umdrehungen, die ein Motor innerhalb einer Minute macht. Der Drehzahlmesser enthält oftmals einen roten Bereich. Ist der rote Bereich erreicht, weiß der Fahrer, dass er den Motor nicht höher beschleunigen darf. Der Drehzahlmesser ist in das Armaturenbrett integriert und findet sich meist in direkter Nähe zum Tacho.

Einspritzer
Einspritzer sagt nichts anderes aus, als dass der Kraftstoff elektronisch in die Brennkammer eingespritzt wird.

FAP
FAP bezeichnet beim PSA-Konzern (Peugeot, Citroen) den Dieselpartikelfilter, der Rußpartikel aus den Abgasen herausfiltert. Der Konzern gilt bei dieser Technologie als Vorreiter.

FSI
Bezeichnung im VW-Konzern für Benzindirekteinspritzer.

HDI
HDI bezeichnet beim PSA-Konzern (Peugeot, Citroen) die Turbodieseldirekteinspritzer.

Hubraum
Der Hubraum errechnet sich aus Bohrung mal Hub. Dabei bezeichnet Bohrung den Durchmesser des Zylinders, Hub den Weg, den der Kolben im Zylinder zurücklegt. Nach dem Hubraum bemisst sich zudem die Kfz-Steuer.

Hybridantrieb
Bei einem Hybridantrieb verfügt das Auto nicht nur über einen, sondern über zwei Motoren. In den meisten Fällen sind dies ein Elektro- und ein Benzinmotor. Seltener gibt es auch die Variante Elektro-/Dieselmotor. Eine elektronische Steuerung sorgt dafür, dass je nach Betrieb der effizienteste Motor benutzt wird. Der Kraftstoffmotor dient zudem dazu, die Batterien des Elektromotors zu laden, so dass das Fahrzeug nicht an die Steckdose muss.

JTD
JTD ist im Fiat-Konzern (Fiat, Alfa, Lancia) die Abkürzung für die Turbodieseldirekteinspritzer.

Kaltlaufregler
Der Kaltlaufregler ist ein mechanisches Bauteil, dass dafür sorgt, dass bei älteren Autos in der ersten Startphase ein mageres Benzin-Luft-Gemisch zur Verfügung steht. Mit dem Kaltlaufregler schaffen ältere Benziner bessere Schadstoffnormen, so dass sich ein nachträglicher Einbau vielfach wegen der Einsparungen bei der Kfz-Steuer lohnt. Kaltlaufregler gibt es nur für Benziner.

Klopfen
Wer in seinem Auto sitzt und aus dem Motorraum ein Klopfen hört, der kann sicher sein, dass dort nicht ein kleines Männchen sitzt. Das so genannte Klopfen in einem Automotor verursacht Leistungsverluste und führt zu einer hohen thermischen und mechanischen Belastung. Folge können unter Umständen Motorschäden sein. Hintergrund ist, dass in einem Ottomotor ein Kraftstoff-Luft-Gemisch durch den Kolben komprimiert und schließlich zu einem gezielten Zeitpunkt von einer Zündkerze gezündet wird. Bei ungenügender Klopffestigkeit des Kraftstoffes - also zu niedriger Oktanzahl - zündet sich das Kraftstoff-Luft-Gemisch vorzeitig von selbst. Der sich nach oben bewegende Kolben erhält dann einen Rückstoß - das dabei entstehende Geräusch wird als Klopfen bezeichnet.

Klopfsensor
Ein Klopfsensor dient der optimalen Verbrennung von Kraftstoffen in Motoren. Er ist ein Bestandteil der elektronischen Klopfregelung. Dieses System im Auto hilft, die so genannte klopfende Verbrennung zu unterbinden: Sie ist schädlich für das Aggregat, da es im Zylinder zu starken Druckspitzen und sehr hohen Temperaturen kommen kann. Hintergrund der Probleme können Schwankungen in der Kraftstoffqualität oder Kraftstoffe mit geringer Oktanzahl sein. Der Klopfsensor erfasst entsprechende Hinweise und leitet sie an das elektronische Motormanagement weiter. Dort werden sie mit den Vorgaben verglichen. Einspritzmenge und -zeitpunkt werden dann korrigiert und die Zündung so eingestellt, dass keine klopfende Verbrennung mehr auftritt.

KW
KW ist die Abkürzung für Kilowatt. Diese Einheit bezeichnet die Leistung des Motors.

Ladeluftkühler
Bei Motoren mit Turbolader oder Kompressor hat ein Ladeluftkühler eine wichtige Funktion. Er verdichtet die Luft und sorgt so im Endeffekt auch für bessere Leistung. Grundsätzlich wird bei Motoren mit Abgas-Turboladern oder Kompressoren ein so genannter Ladedruck im Ansaugtrakt des Motors erzeugt. Die dabei verdichtete Luft erwärmt sich - warme Luft hat jedoch ein größeres Volumen als kalte Luft. Der Ladeluftkühler kühlt die angesaugte Luft vor dem Eintritt in den Brennraum und erhöht so den Füllungsgrad - es passt mehr kalte als warme Luft in den Brennraum.

Motoröl
Um einen leichten Lauf des Autos zu gewährleisten und Überhitzung zu verhindern, verfügen alle Motoren über ausreichend Schmierstoffe. Neben der Schmierung der einzelnen Bauteile im Motor übernimmt das Öl ebenso die Aufgabe der Abdichtung im Zylinder zwischen Brennraum und Ölsumpf sowie die Kühlung des Kolbenbodens. Ebenso nimmt das Öl Ablagerungen aus dem Motor auf und hält diese in der Schwebe. Diese werden beim regelmäßigen Ölwechsel mitausgespült. Es gibt Einbereichöle, die man nur im Winter verwendet und es gibt Mehrbereichsöle, die für den Sommer und den Winter geeignet sind.

Oktanzahl
Die Oktanzahl kennzeichnet die Klopffestigkeit (Widerstand gegen Selbstentzündung) von Kraftstoffen. Je höher die Oktanzahl ist, desto klopffester ist der Kraftstoff. Zum Beispiel würde eine Oktanzahl von OZ = 95 eines Benzins bedeuten, dass die Klopffestigkeit des Benzins einem Gemisch aus 95% Isooktan und 5% n-Heptan entspricht. Man kann zwischen verschiedenen Oktanzahlen unterscheiden: ROZ = Research -(Erforschte) Oktanzahl , MOZ = Motor-Oktanzahl, SOZ = Straßen-Oktanzahl und FOZ = Front-Oktanzahl.

Ölfilter
Der Motor benötigt für seine Arbeit Öl. In diesem Öl können sich jedoch Verbrennungsrückstände befinden. Ein Ölfilter filtert diese Rückstände heraus.

Ölwechsel
Das im Motor benötigt Öl verschmutzt nach einiger Zeit. Damit der Motor aber weiterhin gut läuft, muss das Öl nach gewissen Zeiträumen gewechselt werden. Die Zeiträume für Ölwechsel werden über die Laufleistung angegeben. Moderne Fahrzeuge müssen nur noch alle 30.000 oder sogar nur noch alle 50.000 Kilometer zu einem Ölwechsel. Viele Autos können die Serviceintervalle auch selbst berechnen und melden sich per Bordcomputer von selbst.

Piezo-Technik
Es gibt Einspritzventile und es gibt die so genannte Piezo-Technik, die im Auto bei der Kraftstoffeinspritzung für eine noch exaktere und schnellere Steuerung sorgen soll. Doch die Piezo-Technik kommt auch an anderen Stellen zum Einsatz. Dazu gehören Einparksysteme zur Abstandsmessung oder auch elektronische Tastschalter. Die Piezo-Technik geht nach TÜV-Angaben auf den so genannten piezoelektrischen Effekt zurück: Wird an bestimmten Kristallen eine elektrische Spannung angelegt, dann reagieren diese mit einer mechanischen Spannung. In der Praxis bedeutet dies, dass so genannte Piezo-Aktoren in der Einspritzung sich durch Anlegen einer Spannung blitzschnell ausdehnen oder zusammenziehen und so eben eine besonders exakte Einspritzung erlauben.

Pleuel
Das Verbindungselement in einem Motor zwischen dem Kolben und der Kurbelwelle heißt Pleuel. Es überträgt die Kraft, die während des Verbrennungstaktes erzeugt wird, vom Kolben über den Kolbenbolzen auf die Kurbelwelle. Bei Großserienmotoren bestehen die Pleuel in der Regel aus hochfestem Stahl. In einigen Motorrad- und Sportwagenmotoren kommen dagegen Pleuel aus Titan zum Einsatz. Titan weist ungefähr die gleiche Zugfestigkeit wie Stahl auf, sein spezifisches Gewicht ist jedoch um mehr als 40 Prozent geringer als das hochfester Stähle. Bei richtiger Auslegung können die Pleuel daher deutlich leichter gebaut werden und tragen zu der bei sportlichen Fahrzeugen gewünschten Gewichtsreduzierung bei.

PS
Für manche Fahrer das wichtigste an einem Auto. PS gibt die Pferdestärken an. Mittlerweile ist die Einheit PS jedoch von den Kilowatt (KW) abgelöst.

Pumpe-Düse
Beim Pumpe-Düse-System handelt es sich um eine spezielle Kraftstoffeinspritzung in den Automotor. Laut dem TÜV Nord in Hannover gibt es bei diesem System für jeden Zylinder des Motors ein eigenes Pumpe-Düse-Element, das aus einem Pumpenteil, einem Düsenteil und dem Magnetventil besteht. Jede Einheit spritzt den Kraftstoff in abgestimmter Menge zur exakten Zeit in einen Brennraum. Das System ermöglicht hohe Einspritzdrücke auch ohne die sonst üblichen Hochdruck-Einspritzleitungen. Als Vorzug der Technik im Vergleich mit anderen Einspritzsystemen gilt unter anderem ein geringerer Kraftstoffverbrauch bei gleichzeitig besserer Leistungsausbeute.

Russpartikelfilter
Aufgrund der Feinstaub-Diskussion sind sie in aller Munde: Russpartikelfilter werden eingesetzt, um die als Krebs erregend eingestuften, festen Partikel in den Abgasen von Dieselmotoren zu beseitigen. Als bisher beste Lösung hat sich dabei laut dem TÜV Nord in Hannover der so genannte Keramik-Monolith-Filter erwiesen. Hier strömen die Abgase durch die poröse, wabenförmige Struktur des Filters, wobei sich die Partikel in den Poren ablagern. Um ein Verstopfen des Filters zu verhindern, muss dieser in gewissen Abständen "regeneriert", dass heißt gesäubert, werden.

Saugmotor
Saugmotor ist die Bezeichnung für einen Verbrennungsmotor. Bei einem Saugmotor wird der Kraftstoff nicht in die Brennkammer eingespritzt, sondern der Kolben saugt ihn an. Bekannt ist der Motor bsp. als Saugdiesel im Gegensatz zu den modernen Diesel-Direkteinspritzern.

Schaltgetriebe
Im Gegensatz zum Automatikgetriebe muss der Fahrer bei einem Schaltgetriebe die Schaltvorgänge selbst ausführen. Dazu muss er neben Bremse und Gas auch die Kupplung betätigen. Mit einem Getriebe wird die Kraft des Motors weitergeleitet.

Schubabschaltung
Die Schubabschaltung im Auto dient dazu, den Kraftstoffverbrauch und auch die Abgasemissionen zu verringern. Grundsätzlich versteht man unter dem Begriff Schubabschaltung die gezielte Reduzierung oder Unterbrechung der Kraftstoffzufuhr eines Verbrennungsmotors im so genannten Schiebebetrieb. Zum Schiebebetrieb kommt es zum Beispiel beim Gaswegnehmen, Bremsen oder bei Gefällefahrt - das Fahrzeug fährt dann nicht mehr durch Motorkraft, sondern wird durch seine Massenträgheit oder das Gefälle vorwärts bewegt.

Schwingungsgirometer
Ein schwieriger, fast unaussprechlicher Name. Trotzdem ist er im Auto für bestimmte Systeme nicht verzichtbar. Denn fest eingebaute Navigationssysteme und auch Elektronische Stabilitätsprogramme (ESP) arbeiten mit Hilfe eines so genannten Schwingungsgirometers. Ein Girometer dient prinzipiell dazu, Drehwinkel - Änderungen um die Hochachse des Fahrzeugs - den so genannten Gier-Winkel - zu erfassen. Das Gerät verfolgt die Lage des Wagens im Grunde wie ein Kompass und erfasst jede Drehung, erläutert der TÜV Nord in Hannover. Beim Navigationssystem wird diese Funktion zur Unterstützung des Streckenerfassung genutzt - unter anderem dann, wenn zum Beispiel in einem Tunnel keine Satellitenverbindung vorhanden ist. Der ESP-Rechner dagegen zieht aus den Daten Rückschlüsse auf möglicherweise nötige Bremseingriffe.

Selbstzünder
Dieselfahrzeuge werden auch Selbstzünder genannt, da sich bei ihnen der Kraftstoff in der extrem komprimierten und heißen Luft von selbst entzündet. Im Gegensatz zum Benzinmotor kann ein Diesel daher auf Zündkerzen verzichten. Ein Diesel verfügt lediglich über Glühkerzen, die beim Kaltstart für die richtige Temperatur sorgen. Dieselmotoren sind nach ihrem Erfinder Rudolf Diesel benannt.

Sequenzielles Schaltgetriebe
Bei modernen sequenziellen Schaltgetrieben im Auto wird der Schaltvorgang über Tasten oder so genannte Paddel am Lenkrad ausgelöst. Damit werden Magnetventile elektrisch angesteuert, die sowohl die hydraulische Betätigung der Kupplung als auch das Schalten an sich auslösen, erläutert der TÜV Nord in Hannover. Die Wahl des Ganges wird über eine Elektronik gesteuert. Bei einigen Ausführungen kann zwischen verschiedenen Schaltprogrammen gewählt werden, mit denen zum Beispiel winterliche Verhältnisse, eine besonders Energie sparende oder eine sportliche Fahrweise berücksichtigt werden können.

TDCI
Als TDCI bezeichnet Ford seine Turbodiesel-Direkteinspritzer.

TDI
Bezeichnung des VW-Konzerns (Audi, Seat, Skoda, VW) für Turbodiesel-Direkteinspritzer. Der Begriff ist geschützt, weswegen andere Hersteller dieses Kürzel nicht verwenden dürfen.

Tempomat
Ein Tempomat - auch Geschwindigkeitsregelanlage genannt - sorgt dafür, dass das Fahrzeug die einmal gewählte Geschwindigkeit beibehält. Das Bremsen wird dadurch nicht beeinträchtigt.

Turbolader und Kompressor
Werden Autos mit Turbolader oder Kompressoren schneller? Die einfache Antwort lautet ja, sie werden im Auto eingesetzt, um die Motorleistung zu erhöhen. Was genau sind aber Turbolader und Kompressor? Grundsätzlich steht dahinter jeweils die Idee, dem Motor mehr Verbrennungsluft beziehungsweise Kraftstoff-Luft-Gemisch zuzuführen. Beim Abgas-Turbolader wird die Energie der Motorabgase genutzt, um ein Turbinenrad anzutreiben, das auf einer gemeinsamen Welle mit einem so genannten Verdichterrad läuft. Dieses Rad drückt die Ansaugluft in den Verbrennungsraum des Motors. Dabei erreicht die Turbine Drehzahlen von mehr als 100.000 Umdrehungen pro Minute. Im Gegensatz zu den Abgas-Turboladern werden Kompressoren meist direkt von der Kurbelwelle oder über Riemen angetrieben, nehmen deshalb auch einen Teil der Motorleistung auf. Sie sprechen direkter auf gewünschte Drehzahlerhöhungen an, als Abgas-Turbolader. Moderne Entwicklungen verwenden mechanische Lader, die durch Elektromotoren angetrieben werden. Die üblichen Leistungsverluste treten hier nicht auf.

TÜV
TÜV bezeichnet eigentlich den Technischen Überwachungsverein. Umgangssprachlich ist damit aber auch die Hauptuntersuchung gemeint, die alle zwei Jahre fällig wird und die TÜV oder DEKRA übernehmen.

Ventil
Ventile sind in einem Motor beim Zylinder zu finden. Sie lassen einerseits die Luft für die Verbrennung ein und andererseits die Abgase wieder heraus.

Viertaktmotor
Viertaktmotor ist eine Beschreibung der Arbeitsweise Motors. Moderne Motoren arbeiten nach diesen vier Takten: Luft ansaugen – Luft verdichten – Zündung des Kraftstoffes – Abgase ausstoßen.

Vorförderpumpe
CommonRail Systeme arbeiten heutzutage mit Vorförderpumpen zur Kraftsoffeinspritzung in Diesel-Motoren. Die Vorförderpumpe fördert den Kraftstoff aus dem Tank unter leichtem Druck in einen so genannten Pumpenspeicher. Von dort aus wird eine Hochdruckpumpe versorgt, die den Kraftstoff dann so komprimiert, dass er den notwendigen Einspritzdruck für die Verbrennung erhält.

Vorglühen
Zum Startvorgang eines Dieselmotors gehört das so genannte Vorglühen, das dem Benziner fremd ist. Der Grund dafür ist, dass beim Kaltstart des Diesels die beim Verdichtungsprozess erreichte Temperatur zum Entzünden des Kraftstoffs nicht ausreicht. Das Gemisch muss also vorgewärmt werden. Diese Aufgabe übernehmen Glühkerzen, die in den Verbrennungsraum hineinragen. Ein Teil des eingespritzten Kraftstoffs verdampft an den heißen Glühkerzenspitzen und entzündet sich. Früher dauerte der Vorglühprozess mehrere Minuten, bei modernen Fahrzeugen reichen wenige Sekunden aus.

Zahnriemen
Dieselfahrer kennen das Problem: Bloß nicht die Lebensdauer eines Zahnriemens überschätzen - das kann fatale Folgen haben. Zahnriemen gehören zu den stark beanspruchten Teilen im Motorraum eines Autos. Daher ist es in der Vergangenheit auch immer wieder zu Zahnriemenbrüchen gekommen, die meist kapitale Motorschäden zur Folge hatten. Die Motorenhersteller begegnen diesem Problem heute durch breitere Zahnriemen mit verstärktem Unterbau. Auch die Verkürzung der Austauschintervalle der Zahnriemen soll mögliche Schäden verhindern. Grundsätzlich dient der Zahnriemen zum Antrieb des so genannten Ventiltriebs, also vor allem der Nockenwelle. Auch die Einspritzpumpe kann vom Zahnriemen angetrieben werden.

Zweitaktmotor
Zweitaktmotoren sind heutzutage aus der Mode gekommen. Der Grund: Sie verbrauchen einfach zuviel. Da sie jedoch über kompakte Abmessungen verfügen, werden Zweitaktmotoren noch in Mofas verwendet, nicht jedoch bei Autos. Das liegt vor allem daran, dass sie deutlich mehr Kraftstoff als Viertaktmotoren verbrauchen und mehr Schadstoffe abgeben - speziell Kohlenwasserstoffe. Das erläutert der TÜV Nord in Hannover. Wegen ihrer kompakten und leichten Bauweise werden die Zweitakter jedoch noch in Fahrzeugen mit kleinem Hubraum verwendet, zum Beispiel bei Mofas und Kleinkrafträdern. Die Bezeichnung Zweitaktmotor ist laut dem TÜV irreführend. Wie beim Viertaktmotor werden auch hier vier so genannte Takte (ansaugen, verdichten, arbeiten, ausstoßen) für einen Arbeitszyklus benötigt. Der Zweitakter braucht dafür jedoch nur eine Kurbelwellenumdrehung, der Viertaktmotor benötigt zwei Umdrehungen.

Zylinder
Im Zylinder bewegt sich der Kolben des Motors auf und ab. Dort findet auch die Verbrennung des Treibstoffs statt. Gebräuchlich sind Motoren mit Vierzylindern oder bei kleineren Fahrzeugen auch mit Dreizylindern. Größere Automodelle verfügen aber auch über Sechs-, Acht-, Zehn- oder Zwölfzylinder.

Zylinderkopfdichtung
Die Zylinderkopfdichtung soll - wie der Name schon sagt - für Abdichtung sorgen. Die Dichtung muss den Zylinderkopf und den Motorblock abdichten und dafür sorgen, dass weder Motoröl noch Kühlmittel austreten können. Tritt während der Fahrt blauer Rauch aus dem Auspuff aus, könnte dies ein Zeichen für eine undichte Zylinderkopfdichtung sein. Auch ein stark mit Öl verschmutzter Motorblock könnte auf eine kaputte Dichtung hinweisen.

Zylinderkopfdichtung
Zur Abdichtung des Übergangsbereichs zwischen Motorblock und Zylinderkopf dient die Zylinderkopfdichtung. Damit sollen die Öl- und Kühlwasserkanäle gegen den Verbrennungsraum abgeschottet werden. Die Dichtung selbst muss mehrere Fähigkeiten und Eigenschaften besitzen. Dazu zählt auch Hitzebeständigkeit, um die hohen Temperaturen des Verbrennungsraums verkraften zu können. Außerdem muss sie wärmeleitend sein, damit die Wärme des Verbrennungsraums abgeleitet und die Bildung von so genannten Wärmenestern vermieden wird. Hinzu kommt neben notwendiger Korrosionsbeständigkeit auch noch Druckfestigkeit, um zum Beispiel Undichtigkeiten zu vermeiden. Elastisch hat die Dichtung ebenfalls zu sein, damit Unebenheiten und die Wärmeausdehnung ausgeglichen werden können.